EMPATHY FOR THE DEVIL
Musiktheater von Nico and the Navigators
16.-19. April 2026, Radialsystem Berlin
Infos und Tickets:
https://www.radialsystem.de/de/veranstaltungen/empathy-for-the-devil-2026/
MOTHERS, MONSTERS, WHORES
20. & 21. März 2026, 19:30, bat-Studiotheater Berlin
Ein deutsch-englisches Musiktheater nach Charpentiers Barockoper Médée, Euripides Drama Medea, der Theorie über die Mothers, Monster, Whores von Sjoberg/Gentry und eigenen Texten und neuen Kompositionen. Abschlussprojekt von Anna Sofie Keller Brandsborg und Jule Martenson. Ein Kooperationsprojekt zwischen HfM "Hanns Eisler" und HfS "Ernst Busch" Berlin.
https://www.hfs-berlin.de/aktuelles/veranstaltungen/medea-mothers-monsters-whores/.
PARANG // BLAU
Für Klavier, live-Elektronik und sieben PerformerInnen
30. November 2025, 18 Uhr, Studiosaal der HfM Hanns Eisler Berlin
Das koreanische Wort „파랑 (Parang)“ bedeutet Blau. Blau war zwar nie wirklich die Lieblingsfarbe des Komponisten Seung-Jin Hong, aber Berlin erschien ihm immer einfach nur blau. In seinem autobiografischen Stück, das er am Ende seiner Studienzeit in Berlin schrieb, blickt er auf die vergangenen Jahre dort zurück. Angelehnt an sein dazu verfasstes Gedicht setzt sich Wolke Milena Wilke in ihrer Inszenierung mit dem Phänomen auseinander, als Individuum in einer (neuen) Umgebung und innerhalb eines Kollektivs seinen Platz zu finden, ohne darin unterzugehen.
Das Stück wurde im Rahmen des Kooperationsprojekts „Licht der Töne“ zwischen dem Institut für neue Musik KLANGZEITORT der HfM Hanns Eisler und der UdK und dem Studiengang Musiktheaterregie der HfM Hanns Eisler aufgeführt.
CHANSONS DE BILITIS
Ein musikalisch-performatives Triptychon
08.-17. August 2025, Höri Musiktage am Bodensee
Ein interdisziplinäres Ensemble betrachtet Claude Debussys (1862-1918) Vertonungen der „Chansons de Bilitis“ und die gleichnamige – damals wie heute polarisierende – literarische Grundlage aus drei verschiedenen (künstlerischen) Blickwinkeln. Es handelt sich dabei um fiktive antike und überwiegend erotische Hirtinnenlyrik, die zur Zeit der Belle Époque vom französischen Autor Pierre Louÿs der sagenumwobenen Dichterin Sappho (ca. 620 -570 v. Chr.) nachempfunden wurde. Dabei verschleierte er seine Identität bis zur Intervention von Wissenschaftlern und gab Bilitis als real existierende historische Figur aus Sapphos Freundinnenkreis aus.
Debussy vertonte ausgewählte Gedichte sowohl zu einem außergewöhnlichen und selten aufgeführten Musiktheaterstück für zwei Flöten, zwei Harfen, Celesta und eine Sprecherin sowie auch zu einem Liedzyklus für Gesang und Klavier.
Von und mit Candas Bas, Theresa Burggaller, Hüseyin Evirgen, Mica Heilmann, Marlene Heiß, Gloria Huyghe, Jonas Kämper, Tamara Kurkiewicz, Theresa Pilsl, Raphael Salaün, Samira Schenk, Wolke Milena Wilke, Pinja Zenk.
Tableau I – Musikalische Performance
Die musikalische Performance bewegt sich musikalisch und szenisch entlang des Musiktheaterstücks sowie der performativen Praxis des tableau vivant, die bei der Uraufführung eingesetzt wurde. Dabei wird der im Vorwort von Louÿs verfasste fiktive Lebensweg der Bilitis nachgezeichnet, den in unserer Inszenierung Sappho in ihrem Traum erlebt. Unter Hinzunahme von Tanz, Perkussion und Viola, Sprechchor und Improvisation entsteht ein Spannungsfeld zwischen Intimität und Projektion, gesellschaftlichem Kommentar und Urteil, Ätherik und Archaik, Illusion und Realität.
Tableau II – Interaktive Sound-Art-Installation
In seinem Soundtrack erforscht Hüseyin Evirgen aka Magna Pia mit elektronischen Mitteln Debussys musikalisches Material in seinen tieferen Klang- und Zeitdimensionen anhand von FM-Synthese. Die interaktive Installation ermöglicht stillen Publikumsaustausch über die im Stück angesprochenen Themen.
Tableau III – Liederabend
Für den Liederabend ist Debussys Liederzyklus Trois chansons de Bilitis Ausgangspunkt für die konzeptuelle und künstlerische Arbeit, wobei hier die Inspirationsfigur Sappho in den Vordergrund rückt: Neben Liedern, die ihre Texte vertonen oder ihren Geist verkörpern, werden Fragmente ihrer Texte sowie Ausschnitte aus dem Verzeichnis einiger Verluste von Judith Schalansky verlesen.
WILHELMINE VON BAYREUTH
27. Juni 2025, 19:00, Kultur.Konvent.Öhningen
In einer musikalisch-szenischen Lesung treffen Ausschnitte aus den Memorien der Schwester Friedrichs des Großen mit einer Auswahl ihrer musikalischen Eigenkompositionen aufeinander. Ihre scharfsinnigen Beobachtungen und ihre Musik geben Auskunft über das Seelenleben einer Frau zwischen Macht und Ohnmacht, ihr politisches Umfeld bei Hof und eine Zeit voller Widersprüche, die noch in unserer Gegenwart nachklingt. Von und mit Wolke Milena Wilke und Lea Willeke.
www.kulturkonventoehningen.de/programm
RUSALKA
06. & 07. Juni 2025, 19:00, Berlin, HfM "Hanns Eisler, Studiosaal
Musiktheaterwerkstatt des Studiengangs Musiktheaterregie mit Szenen aus Dvořáks "Rusalka"
„In meinen Armen kühlt und labt er seine Glieder. Er kennt mein Wesen nicht, spürt mich als Welle nur.“ Was, wenn man diese Aussage aus Dvoráks lyrischem Märchen ernst nimmt, einer Vermenschlichung widersteht und davon ausgeht, dass Rusalka selbst aus Wasser besteht? Wie könnte Wasser trotzdem eine menschliche Form annehmen? Indem es seinen Aggregatzustand verändert? Was, wenn die fremde, feurige Fürstin demnach als Flamme gedeutet wird? Egal, ob als Menschen oder Naturphänomene, die Beiden sind füreinander größte Bedrohung und Erlösung zugleich. Der junge Prinz als menschlich-fleischliches Wesen wiederum bewegt sich zwischen diesen Extremen und findet keine Balance. Während der Wassergeist aus Rusalkas Heimatteich ihr wohlgesonnen ist, begleiten sie auf ihrem Weg auch Geister der Vergangenheit, die ihr innerlich und äußerlich keinen Frieden lassen und ihren Aufbruch in neue Welten erschweren. Am Ende sollen Worte von T.S. Elliot Mut machen, trotz aller Widrigkeiten den Frequenzen unserer inneren Stimme zu vertrauen, die in Resonanz mit den Naturgesetzen und frei von Angst zu uns sprechen.